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Vom „Kölschen Jung“ zum Weltmeister: Prinz Poldi spricht über seinen Werdegang

Köln – Was kommt nach der aktiven Karriere? Diese Frage stellt sich Fußball-Weltmeister Lukas Podolski, trotz mittlerweile 40 Jahren, noch lange nicht.

Der Fußball und das gemeinsame Kämpfen mit seinen Teamkollegen um den Sieg seien weiterhin das, was er von ganzem Herzen liebt, verriet die Vereinslegende des 1. FC Köln am Freitagabend beim „Kölner Treff“. „Er begleitet mich, seit ich zwei oder drei Jahre alt bin. Egal, wie man es betrachtet: Eine Alternative gibt es nicht“, so Podolski.

Aus diesem Grund möchte er sich keine großen Sorgen um seine persönliche Zukunft machen, sondern vielmehr zufrieden im Hier und Jetzt leben.

„Ich bin dankbar, auf dieser Welt zu sein, und lasse einfach auf mich zukommen, was der nächste Tag bringt“, erklärte der Weltmeister von 2014.

Derzeit steht „Prinz Poldi“ für den polnischen Erstligisten Gornik Zabrze auf dem Platz, der nur wenig entfernt von seiner Geburtsstadt Gliwice liegt. Ende letzten Jahres erwarb der 40-Jährige Anteile an dem Club und gilt mittlerweile als zweitgrößter Anteilseigner.

Gleichzeitig pflegt er nach wie vor eine enge Verbindung zu seinem Jugendverein, dem 1. FC Köln. Dort begann er 1995 in der D-Jugend und debütierte 2003 mit erst 18 Jahren unter Trainer Marcel Koller in der Bundesliga. Es folgten 130 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft, mehr als 200 Einsätze in der Bundesliga sowie zahlreiche Engagements bei renommierten internationalen Vereinen wie dem FC Bayern München oder Arsenal London.

Bereits früh war es Podolskis großer Traum, Profi-Fußballer zu werden. Einen „Plan B“ habe es für ihn nicht gegeben: „Für mich gab es nur den Ball, meine Jungs aus der Nachbarschaft und ab zehn Jahren dann den 1. FC Köln. Ich habe alles auf eine Karte gesetzt“, gestand er.

Während seiner Kindheit und Jugendzeit brachte er dafür viele Opfer. So fuhr er neben der Schule viermal wöchentlich nach dem Unterricht „mit Bus, Bahn und nochmal Bus zum Geißbockheim zum Training“ und kam erst spätabends, zwischen 22 und 23 Uhr, nach Hause zurück.

Doch das stellte für ihn nie ein Problem dar – im Gegenteil: „Ich hatte großen Hunger, wollte unbedingt dorthin, blieb dran und fand Wege, um nach oben zu kommen“, betonte Podolski.